Die ARK (Activate – Restore – Know) ist ein digitales und pädagogisches Rahmenwerk, mit dem Gemeinden Bürger:innen aktivieren, urbane Natur sichtbar und wirksam schützen und lokales Wissen systematisch aufbauen können.
Activate: Menschen werden zu aktiven Gestalter:innen ihres Lebensraums (Citizen Science, Bildung, Beteiligung).
Restore: Naturräume, grüne Infrastruktur und ökologische Funktionen werden kartiert, aufgewertet und langfristig gesichert.
Know: Lokales, ökologisches und kulturelles Wissen wird gesammelt, visualisiert und generationenübergreifend weitergegeben.
Die ARK verbindet damit Umweltbildung, Stadtökologie, Beteiligung und digitale Infrastruktur in einem System.
Die ARK ist kein einzelnes Projekt, sondern eine skalierbare Infrastruktur, die je nach Entwicklungsphase und kommunalem Bedarf eingesetzt werden kann.
Die ARK arbeitet mit einem pädagogisch-ökologischen Zonenverständnis, das Lernräume schrittweise erweitert:
Innenräume als Startpunkt (Klassenzimmer, Aula, Werkstätten)
Reflexion, Vorbereitung, Auswertung
Verbindung von formaler Bildung mit realem Handeln
Niederschwelliger Einstieg in place-based learning
Beispiele:
Groovy Garden (Sek I): Gemüseanbau, Ernährung, Verantwortung
Healing Herbs (Sek II): Kräuterbeete + Humanbiologie & Medizin
Hohe Sichtbarkeit, geringe Hürden, schneller pädagogischer Impact
Straßenbäume, Innenhöfe, kleine Grünräume
Erste Schritte in Richtung Bürgerbeteiligung
Verbindung von Schule, Eltern, Nachbarschaft
Zentrale Anwendungsebene für Gemeinden
ARK als:
Baumkataster 2.0 (öffentlich, pädagogisch, partizipativ)
Werkzeug für Umweltbildung, Klimaanpassung & Lebensqualität
Entwicklung von Routen, Lernorten und Trails
Grundlage für National Urban Park‑Konzepte
→ z. B. angebunden an https://www.nationalurbanpark.eu/
Landschaftsräume jenseits administrativer Grenzen
Beispiel: Mura Calling
Flusslandschaft als Lern‑, Kultur‑ und Naturraum
Verbindung mehrerer Gemeinden
Fokus auf ökologische Zusammenhänge, Wasser, Biodiversität
Größter Maßstab
Entwicklung bioregionaler Identität
Menschen verstehen sich als Teil eines natürlichen Systems
Langfristige kulturelle Transformation
Im Gegensatz zu klassischen Baumkatastern (z. B. ArcGIS‑basierte Systeme):
öffentlich zugänglich
pädagogisch nutzbar
mobiloptimiert
mit Bürgerbeteiligung
verbindet öffentliche & private Grünräume
ergänzt ökologische Daten um:
kulturelle Bedeutung
Lerninhalte
Geschichten & Nutzungskontexte
Die Stadt wird zum offenen Lernraum statt zu einer rein verwalteten Fläche.
ARK‑gestützte Umweltbildung:
erhöht Akzeptanz für Klimamaßnahmen
macht grüne Infrastruktur sichtbar & schützenswert
erleichtert Verwaltungshandeln durch informierte Bevölkerung
verbessert Lebensqualität (Aufenthaltsräume, Gesundheit, Orientierung)
Für Gemeinden besonders relevant ist die dritte Entwicklungsphase der ARK:
Sichtbarmachung von Engagement
Anerkennung von Bürgerbeiträgen
generationenübergreifende Zusammenarbeit
Stärkung demokratischer Teilhabe
Die ARK macht Beteiligung messbar, sichtbar und wertschätzbar – ein zentraler Hebel für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

politische Grundoffenheit
mindestens ein engagierter Knotenpunkt (Schule, Verein, Verwaltung)
Bereitschaft zu Transparenz & Beteiligung
kein hoher finanzieller Einstieg notwendig
Erfolgsfaktoren:
unterstützende Verwaltung
klare Kommunikation
Kooperation zwischen Bildung, Umwelt & Stadtentwicklung
siloartiges Denken in Verwaltungen
Angst vor Kontrollverlust
fehlende Schnittstellen zwischen Bildung & Umweltplanung
Die ARK adressiert genau diese Hürden durch ein gemeinsames, sichtbares System.
Die ARK (Activate – Restore – Know) ist für Gemeinden:
ein Beteiligungswerkzeug
ein Bildungsinstrument
ein Schutzsystem für urbane Natur
eine Investition in sozialen Zusammenhalt
und ein Brückenschlag zwischen Verwaltung, Bildung und Zivilgesellschaft.
Ein Nationalpark Stadt ist ein Schutz‑, Lern‑ und Erfahrungsraum im urbanen Gebiet. Ziel ist es, bestehende grüne Infrastruktur (alte Bäume, Gewässer, Biotope, Grünachsen) sichtbar zu machen, zu vernetzen und langfristig zu schützen – mit breiter Bürgerbeteiligung. Im Unterschied zu klassischen Nationalparks entsteht ein Nationalpark Stadt meist bottom‑up und ist eng mit Bildung, Stadtentwicklung und Klimaanpassung verbunden.
Das Pilotprojekt ist hier abzurufen: https://www.nationalurbanpark.eu/
Die Green Steps ARK dient als digitales Rückgrat für Nationalpark‑Stadt‑Initiativen. Sie ermöglicht:
So wird die Stadt als erweiterter Lernraum und Ökosystem erfahrbar.
Im Projekt Urban National Park St. Pölten wurde die ARK eingesetzt, um:
Das Projekt zeigt, wie Gamification, Bildung und Stadtentwicklung zusammenwirken können, um Klimaanpassung kulturell zu verankern.
Bildung ist kein Begleitprogramm, sondern Kern des Konzepts.
Schüler:innen erforschen, gestalten und schützen ihre Stadt aktiv. Dadurch entsteht:
Der Lernraum erweitert sich von der Schule auf die Stadt als Ökosystem.
Erfahrungen aus St. Pölten zeigen folgende Erfolgsfaktoren:
Hürden sind meist fehlende Koordination, unklare Zuständigkeiten oder rein top‑down gedachte Prozesse.
Der Ansatz ist skalierbar und an unterschiedliche lokale Kontexte anpassbar.
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